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GEMA-STREIT KOCHT AUF

Mittwoch, 18. Juli 2012

Die Ende Mai bekannt gegebene, neue Tarifstruktur der Musik-Verwertungsgesellschaft GEMA schlägt hohe Wellen. Clubs wie das Berliner Berghain fühlen sich durch die Tarife benachteiligt und drohen mit der eigenen Schliessung.

Die GEMA selbst verteidigt jedoch. In einer Stellungnahme der GEMA gegenüber einer Tageszeitung erklärt Peter Hempel „Für 60 Prozent der Lizenznehmer wird die Musiknutzung durch unsere neuen Tarife ab 2013 billiger“.

Clubs gelten als Verlierer der Reform, die vor allem ab einer bestimmten Größe und Eintrittsgeldern deutlich mehr zahlen müssen. Der weltbekannte Club Berghain in der Nähe des Berliner Ostbahnhofs sieht bis zu 1400% höhere Kosten auf sich zukommen und Gerüchte über dessen Schließung stehen bereits im Raum. Währenddessen rechnet die GEMA vor, dass von 2,5 Millionen € Jahresumsatzes des beliebten Clubs etwa 100.000 € für Musik entfallen würden.  Aus Sicht der GEMA ein fairer Schritt, immerhin beruhe das „gesamte Geschäftsmodell“ auf Musik.

Auch andere Clubbetreiber ärgern sich und sprechen von Existenzängsten. Lutz Leichsenring der Berliner Clubkommission spricht von Steigerungen von 400-800% Prozent und sieht neben dem Berghain auch „viele andere Clubs gefährdet“.

Im Internet haben sich bereits fast 250.000 Unterstützer zu einer Petition gefunden, welche die Bundesregierung zum Eingreifen auffordert. Immerhin sei sie es ja, welche die Gebührenerhebung durch die GEMA forciert.

An verschiedenen Stellen wird aber auch in der Blog-Szene beruhigt. So rechnet der Dresdner Sebastian Schwerk auf seinem Blog mittelstern vor, dass beispielsweise der Dresdner Club „Altes Wettbüro“ mit der GEMA Reform ab 2013 mit fast 2000 € weniger sogar günstiger wegkommen würde als vorher. Der mittelgroße Club „Scheune“ im Zentrum des Szenebezirks Neustadt müsste dafür mit etwa 3000 € Mehrkosten rechnen. Die für Konzerte genutzte Reithalle sogar mit ganzen 72.000 €

Die GEMA hat sich zu Verhandlungen bereit erklärt. Laut seiner Darstellung war es der Gaststättenverband, der die Verhandlungen abgebrochen hat. Hempel stellt klar, dass die GEMA zu Kompromissen, Übergangsregelungen und Ausnahmen bereit sind aber  meint auch „Wir können uns nur verständigen, wenn es einen Gesprächspartner gibt“.

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